Herzlich Willkommen auf der Internetseite des RGV Schlaube Oderland e.V.

 

RGV Schlaube Oderland e.V.

Seestraße 7, 15295 Brieskow-Finkenheerd

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 h – 15 h

und nach Vereinbarung

Kontakt:

033609 – 72 88 11

 

 

 

search

Slide Natur & Kultur entdecken. Die Region Schlaube Oderland Die Region Schlaube Oderland Das Schlaube Oderland genießen.

Das Amt Brieskow-Finkenheerd besteht aus 5 Gemeinden. Jede Gemeinde hat ihre eigene Geschichte. Hier finden Sie wissenswertes über die einzelnen Gemeinden und erhalten einen Überblick mit Ortsplänen und Sehenswürdigkeiten.

Die Gemeinde Brieskow-Finkenheerd

Mit gleich zwei Bahnhaltepunkten ist Brieskow-Finkenheerd, die größte Gemeinde im gleichnamigen Amtsbereich, prima erreichbar. Als Wohnort, nahe bei Frankfurt (Oder), verfügt sie über eine gute Verkehrsanbindung. Aus dem ehemaligen Industriestandort entwickelte sich ein Ort zum Wohnen, Leben und Erholen mit Handwerk und Gewerbe. Mit der Tourist-Information, zwei Supermärkten, einer Sparkassenfiliale, einer Apotheke und mehreren gastronomischen Einrichtungen und Beherbergungsbetrieben finden Sie hier beste Voraussetzungen für Entdeckertouren in unserer schönen Region. Sehr gut ausgebaute Fahrradwege laden ein zu interessanten Fahrten in die unmittelbare Umgebung.

Die Sehenswürdigkeiten liegen in unmittelbarer Umgebung: die Japanische Gartenwelt und Lindengalerie im Ort, das Museum im Schöpfwerk direkt am Oder-Neiße-Radweg, der Friedrich-Wilhelm-Kanal mit dem ehemaligen Schleusenwärterhaus, der Brieskower See, der wiederum die Verbindung zur Oder bildet. Letzterer besitzt eine große Vergangenheit als Wettkampf- und Trainingsstätte, auf der sogar internationale Regatten stattfanden, heute noch zu erahnen am Zielrichterturm. Die Reste eines ehemaligen Kraftwerks sind am Seeufer auszumachen. Heute ist der Brieskower See aber vor allem eine 500 Hektar große Oase inmitten der ruhigen Wiesen- und Waldlandschaft, die sich besonders zum Rudern und Angeln eignet. An der Odermündung des Sees hebt sich weithin sichtbar das Naturdenkmal „Steile Wand“ am Horizont ab. Mit einer Fahrt auf dem Fischerfloß „Blaue Anne“ kann alles vom Wasser aus begutachtet werden. Die Fischerei Schneider, ein Familienbetrieb in 5. Generation, steht für alle Aktivitäten auf und am Wasser mit Rat und Tat zur Seite.

Die Gemeinde Groß Lindow

Groß Lindow – das sind viele kleinere Ortsteile in idyllischer Lage entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals. Zur Gemeinde gehören die wie an einer Perlenschnur aufgereihten Wohnplätze Schlaubehammer, Hammerfort, Weißenspring, Klixmühle, Weißenberg. Die Geschichte von Groß Lindow lässt sich bis in das Jahr der Ersterwähnung 1354 des Ortes Lyndow, dem bis heute als Unterlindow
bezeichneten Ortsteil, zurückverfolgen.

Groß Lindow in seiner heutigen räumlichen Ausdehnung, entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals, entstand durch den Zusammenschluss von Unter und Ober Lindow und der Kolonie Neu Lindow im Jahr 1950 sowie durch die Eingemeindung der beiden Ortsteile Weißenspring und Schlaubehammer im Jahr 1974.

Prägend für das Erscheinungsbild und die Entwicklung des Ortes war und ist der Friedrich-Wilhelm-Kanal, der 1668 fertiggestellt wurde. Ein Denkmal in Höhe der Weißenberger Schleuse, erinnert an die umfassenden Sanierungen und
Erweiterungen der Schleusen in den Jahren von 1827 bis 1868. Zum Ende des II. Weltkrieges wurden die Schleusen zerstört, seither ist die Schiffbarkeit des Gewässers nicht mehr gegeben.

Der nördliche Uferbereich wurde 1999 zum sogenannten Treidelpfad ausgebaut und wird einmal im Jahr zur Brauchtumspflege als dieser genutzt. Im gleichen Abschnitt verkehrt ein mit Elektromotor ausgestatteter Treidelkahn, der vom Startpunkt am Mühlenteich bis zur Schleuse Weißenspring als Touristenattraktion unterwegs ist.

Wurde die Ortsentwicklung in früheren Jahrhunderten, wie an den Ortsnamen erkennbar ist, durch Mühlen- und Hammerstandorte entlang der damals wichtigen Wasserstraße geprägt, entfaltete der Braunkohletagebau später seine ortsbildprägende Wirkung. Heute ist Groß Lindow ein beliebter Wohn- und Naherholungsort. Handwerk und Dienstleistungsgewerbe sind darauf abgestimmt. Im Ort bieten sechs gastronomische Einrichtungen ihre Leistungen an. Ein Hauch der bewegten Ortsgeschichte, ist auf der Traditionsfläche des Kienstubbenvereins zu sehen und zu erleben.

Ein historisches Gebäude aus jüngerer Vergangenheit ist die evangelische Kirche. Sie steht im Ortsteil Ober Lindow und ist ein Backsteinbau im neogotischen Stil. Sie wurde 1850 von den Oberlindower Bürgern erbaut. 1992 bis 1993 wurde die Kirche komplett saniert. Bemerkenswert ist die vollständig restaurierte Bütow-Orgel sowie das Relief im Altarraum: eine moderne, ausdrucksstarke
Gestaltung des „Fischzug des Petrus“ von der Lindower Künstlerin Rosemarie Güttler. Großen Anklang finden die jährlich stattfindenden Chor- und Orgelkonzerte sowie weitere Musikveranstaltungen, die ganzjährig stattfinden.

 

Die Gemeinde Vogelsang

Dieser südlichste Ortsteil des Amtes Brieskow-Finkenheerd mit seinen 850 Einwohnern besitzt einen sehr schönen, wieder hergerichteten Ortskern. Ein Dorfanger, ein Spielplatz, ein Gemeindezentrum, eine Kriegsgräberstätte sowie ein Kriegsdenkmal aber auch ein sehr altes Gerätehaus laden zum Verweilen ein.

Vor den Toren des Dorfes am Oderdeich trifft man auf eine Kuriosität: die Ruine eines nie fertiggestellten Kraftwerks, das heute Lebensraum und Nistplatz für Vögel und Fledermäuse ist. Aber wer denkt, dass hier nur Krieg und Oderhochwasser Spuren hinterlassen haben, der täuscht sich.

Die Vogelsänger Gemarkung wurde seit der letzten Eiszeit bis heute fast durchgängig besiedelt. In der Kiesgrube bei Vogelsang wurden Knochenreste von eiszeitlichen Großsäugetieren (Mammut, Wollnashorn, Riesenhirsch), Faustkeil und eine Feuerspitze gefunden, deren Alter zwischen 70.000 und 40.000 Jahren vor heute datiert. Das heutige Landschaftsschutzgebiet gilt bei Geologen und Hobbysammlern als kleines Eldorado. Auf dem Gelände der Kiesgrube befindet sich auch ein geologischer Lehrpfad mit ungefähr 100 aufgestellten Findlingen und seltenen Geschieben. Ein Besuch lohnt sich!

 

Die Gemeinde Wiesenau und die Kunitz Loose

Wiesenau besteht aus dem Hauptdorf, einem Rundlingsdorf, das bis 1919 Krebsjauche hieß und dem Ortsteil Kunitz-Loose, gelegen in den Oderauen und bis 1945 zum Dorf Kunitz (heute polnisch Kunice) zugehörig. Im Wiesenauer Bürgerhaus „Alte Schule“ befindet sich die Heimatstube des Ortes, wo allerlei Informationen zum Ort lebhaft dargeboten werden. Die Evangelische Kirche im Zentrum des Ortes wurde nach dem II. Weltkrieg wiedererbaut und ist heute Bestandteil des Pfarrsprengels Brieskow-Finkenheerd – Ziltendorf. Führungen
durch den Ort und die Kirche werden auf Anfrage durchgeführt. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Gedenkstein, der an das Oderhochwasser 1997 erinnert. Weiterhin befindet sich darauf eine Anlage, die den Opfern der beiden Weltkriege und den Opfern von Kriegsfolgen, Willkür und Gewalt gewidmet ist.

Die Gemarkung Wiesenau ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Bauerngesellschaft betreibt Biogasanlagen und eine größere Solarstromanlage. Im Ort sind eine Fleischerei, eine Gärtnerei, ein Lebensmittelhandel und ein Getränkehandel ansässig. Ein Hotel mit Pension und das Tages-Café „Wiesenauer Wäldchen “ machen Wiesenau zu einer guten Basis für Ausflüge in die Region.

Die Kunitz Loose ist geprägt von den Ereignissen des letzten Jahrhunderts. Einen starken Bevölkerungszuwachs verbuchte die Loose nach Ende des zweiten Weltkrieges, als sich aus der Kunitz östlich der Oder vertriebene Landwirte hier ansiedelten. Der weite, kaum durchbrochene Naturraum der Kunitz Loose bietet vor allem Sportbegeisterten ein ideales Gebiet um sich auszupowern – ganz ohne Barrieren. Bäche, Gräben und weitläufige Freiflächen laden zum Erholen ein und auch (Hobby-)Ornithologen kommen in der umliegenden Ziltendorfer
Niederung auf ihre Kosten.

Die Gemeinde Ziltendorf mit Aurith und der Ernst-Thälmann-Siedlung

Die Gemeinde Ziltendorf besteht aus dem Hauptdorf sowie den Ortsteilen Ernst-Thälmann-Siedlung und Aurith und liegt am Rande der Oderaue zwischen dem Oder-Spree-Kanal und der Oder auf einer Fläche von ca. 29 km². Das Hauptdorf besteht seit Anfang des 14. Jahrhunderts und ähnelt von seiner Anlage her ursprünglich einem sekundären Rundling.

Die Ortsteile entstanden durch das Anlegen von Scheunen und Ställen in den Oderauen, wo Weizen, Obst und Hopfen angebaut wurde. Dieses Privileg erhielten die organisierten Zeidler, deren Mitglieder überwiegend im heutigen Urad, also östlich der Oder, wohnten. Die Flurnamen lassen auf einen hohen Anteil sorbischer Bauern und Zeidler, bei der mittelalterlichen Besiedlung der Ortslage, schließen. Ziltendorf wurde erstmals am 4. Juni 1316 unter dem Namen Tzulttendorph erwähnt. Heute ist es mit seinen ca. 1600 Einwohnern Teil des Amts Brieskow-Finkenheerd.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die evangelische Dorfkirche/das heutige Gemeindezentrum. Von historischer Bedeutung sind die beiden Kirchenglocken, von welchen die größere Glocke aus dem Jahr 1503 datiert ist und die Kleinere bereits im 14. Jahrhundert gegossen wurde. Ansonsten sind die großflächigen Acker- und Weideflächen in der Ziltendorfer Niederung Grundlage für die hauptsächlich landwirtschaftliche Ausrichtung im Ort.

Der Landschaftspflegehof verarbeitet und vermarktet eigene Erzeugnisse. Für das persönliche Wohlbefinden und die Versorgung stehen zwei größere Supermärkte sowie diverse Gasthöfe und Gaststuben bereit.

Zu den größten geschichtlichen Ereignissen des Ortes Ziltendorf zählt wohl das „Jahrhunderthochwasser“ der Oder im Jahre 1997. Es überflutete die gesamte Oderaue mit den Ortsteilen Ernst-Thälmann-Siedlung und Aurith. Nur durch die Hilfe zahlreicher Spenden in den darauffolgenden Jahren konnten die Orte wieder aufgebaut werden.

Heute ist das direkt am Oder-Neiße-Radweg liegende Aurith ein Knotenpunkt zwischen den Gemeinden, da sich hier nicht nur die Touristen treffen, sondern auch sämtliche Einwohner der Region zu Festen und Events. Aurith ist ein guter Ausgangspunkt, um Touren zu starten – zu Fuß, per Rad, mit Skates, zu Wasser – oder einfach nur zum Verweilen an der Oder. Mit der neuen (in Planung) Fährverbindung Aurith – Urad ist eine Brücke zum Nachbarland Polen gegeben.